Museum Wola

Es befindet sich in einem historischen Palais aus dem Jahr 1880 und erzählt die Geschichte eines der charakteristischsten Stadtbezirke Warschaus. Das einstige Dorf Wola vor den Toren Warschaus, zugleich Ort der Wahl der polnischen Könige, entwickelte sich zu einem bedeutenden Industriezentrum und wandelt sich heute zu einem modernen Geschäftsviertel mit hoher Wolkenkratzerdichte. Das Museum präsentiert Orte und Ereignisse, die prägend gewesen sind für Wolas Identität und macht die Besucher mit den beeindruckenden Geschichten prominenter Bewohner des Stadtteils bekannt.

Kernbereich des Museums ist die Dauerausstellung „Gabinet Wolski“. Anhand von fünfzehn Schwerpunkten, illustriert durch Fotografien, Skulpturen und historische Gegenstände, lernt man hier die wichtigsten Stationen der Geschichte Wolas kennen. Ausgestellt sind auch sehr originelle Objekte, wie zum Beispiel ein Glasuntersetzer aus dem 19. Jahrhundert aus der Norblin-Fabrik oder ein Sphinx-Paar, das einst das Tor zum Sudhaus der bedeutenden Brauerei Haberbusch und Schiele zierte.

Zu erfahren gibt es auch etliches zur Geschichte der Kolonie Wawelberg – einer der ersten Siedlungen mit preisgünstigen Arbeiterwohnungen in Polen –, zum legendären Kercelak-Basar sowie zu prominenten Persönlichkeiten aus Wola, darunter Isaac Bashevis Singer, Władysław Szlengel und Hanka Ordonówna. Wichtiger Teil der Erzählung sind auch die Ereignisse des Warschauer Aufstands und das tragische Massaker von Wola, die die Geschichte des Stadtteils nachhaltig geprägt haben.

Wechselausstellungen – oft gemeinsam mit den Bewohnern Wolas gestaltet – bringen den Besuchern aktuelle Themen näher, die den Stadtbezirk beschäftigen. Alle zwei Jahre gibt es zudem die zyklische Ausstellung „Warschau im Umbruch“, die den aktuellen Veränderungen in der Stadt gewidmet ist.

Szerokie ujęcie sali wystawowej o zielonych ścianach. Wokół dużego, owalnego stołu z haftowanym obrusem stoją drewniane krzesła. Na dalszym planie, przy ścianie, znajduje się regał z licznymi drobnymi eksponatami oraz stolik z materiałami plastycznymi.
Muzeum Woli, fot. Maciej Deperas