Pharmaziemuseum
Das kleine Museum, benannt nach der Apothekerin Antonina Leśniewska, befindet sich im Erdgeschoss eines der historischen Bürgerhäuser der Altstadt. Die historischen Möbel und die gezeigten Exponate versetzen die Besucher in eine Zeit zurück, da die Apotheken noch selbst die Medikamente herstellten und Fertigarzneien nur das Angebot ergänzten.
Im ersten Raum sieht man die Innenausstattung einer Apotheke voller fantasievoll gestalteter Behälter, Fläschchen und Flakons. Wie es sich für eine echte Apotheke gehört, gibt es hier auch eine alte Kasse, Waagen und eine Rezeptur, d. h. einen sogenannten zweiten Tisch mit Geräten zur Herstellung von Arzneimitteln, sowie einen riesigen Bottich. Der nächste Raum ist mit Regalen für diverse Behälter für Arzneien ausgestattet, die nach ihrer Wirkung auf den menschlichen Körper angeordnet sind. Dazu gibt es Informationen über die natürlichen Rohstoffe zu ihrer Herstellung, zu Rezepturen und verfügbaren Darreichungsformen. Hier gibt es auch eine pharmazeutische Handbibliothek.
Die nächste Ausstellung heißt „Farbe und Schliff“. Die dort ausgestellten Fläschchen und Karaffen begeistern durch ihre Farben- und Formenvielfalt. Sie sind aus verschiedenen Glasarten gefertigt. Hier erfährt man auch, warum gerade Glas das Grundmaterial für die Herstellung von Apothekenverpackungen war und wie seine Farbvarianten zustande kommen.
Am Ende des Rundgangs empfiehlt sich ein Blick in die Ausstellung „Kampo-Medikamente in der japanischen Tradition“. Sie präsentiert die Besonderheiten der mittelalterlichen chinesischen Medizin, die im 6. Jahrhundert nach Japan gelangte. Hier kann man einen Blick auf ungewöhnliche Heilmittel wie Seidenraupen, Kakerlaken, Zikadenhäute oder Seepferdchen werfen.
Das Pharmaziemuseum ist der ideale Ort für alle, die sich für die Geschichte der Medizin begeistern, aber auch für Familien mit Kindern oder Touristen, die nach weniger hervorstechenden Warschauer Attraktionen suchen.
- ul. Piwna 31/33
- muzeumfarmacji.muzeumwarszawy.pl







