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Kämpfende Warschau

Teilungen, Kriege, Aufstände… Warschau hat keine eben leichte Geschichte hinter sich. Ihr findet hier Hunderte von Orten und Denkmälern, die an den Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit erinnern. Besucht das interaktive Museum des Warschauer Aufstandes und lernt all die Stätten kennen, die mit den Helden der letzten Jahrhunderte verbunden sind.

Dieses innovative Museum gedenkt des Warschauer Aufstandes von 1944. Es befindet sich im ehemaligen Elektrizitätswerk der Straßenbahn. Dort hört Ihr die Geschichten der heldenhaften Aufständischen, könnt eine Nachbildung des Bombers „Liberator“ und die Animation „Die Ruinenstadt” sehen.

Ein symbolisches Grabmal zu Ehren all der namentlich nicht genannten Helden, die im Kampf für die Freiheit Polens ihr Leben ließen. Die Arkade, unter der es sich befindet, ist das einzige nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten gebliebene Fragment eines Säulengangs des Sächsischen Palais. An dem Grabmal, an dem Soldaten die Ehrenwache halten, brennt eine ewige Flamme.

In der Gegend der Altstadt kann man viele Orte finden, die an den heroischen Kampf der Warschauer während des Zweiten Weltkrieges erinnern. Am Krasiński-Platz seht Ihr das Denkmal des Warschauer Aufstands sowie den Ausgang des Kanals, wo die Aufständischen vor der deutschen Armee geflohen sind. In der Nähe der Barbakane findet Ihr das Denkmal des Kleinen Aufständischen sehen.

Im Museum der Polnischen Armee könnt Ihr die Geschichte der polnischen Streitkräfte von den Anfängen bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges kennenlernen. Das Museum bietet eine reiche Sammlung von Waffen und Uniformen. Sehenswert ist der gotische Reliquienschrein, der in der Schlacht von Grunwald 1410 erbeutet wurde. In der Freilichtausstellung gibt es Flugzeuge, Panzer und andere Kampffahrzeuge zu sehen.

Während der Nazi-Besatzung bestand in diesem Gebäude ein schweres Untersuchungsgefängnis, in dem Polen gefoltert und ermordet wurden. Heute kann man hier Zellen und Korridore sehen, deren Wände mit Tausenden von Initialen, Inschriften, Gebeten und Gedanken über den Tod der Gefangenen übersät sind.

Das Pawiak ist ein inzwischen aufgelöstes Untersuchungsgefängnis, das sich in der Pawia-Straße befand – daher auch sein Name. In dem Museum erfahrt Ihr etwas über die Geschichte dieses Gebäudes und das Schicksal seiner Insassen in der Zarenzeit, nach dem Ersten Weltkrieg und während der deutschen Besatzung. Während des Zweiten Weltkriegs wurden hier etwa 37.000 Menschen erschossen und etwa 60.000 Gefangene wurden von hier aus in Konzentrationslager und zur Zwangsarbeit deportiert.

Diese beeindruckende Festung aus dem 19. Jh. ist eine der am besten erhaltenen Befestigungsanlagen Polens. Außer den Kasernen befand sich auf dem Gelände von Pavillon X der Zitadelle ein zentrales Gefängnis für politische Gefangene. Hunderte wurden hingerichtet, Tausende zu harter Arbeit nach Sibirien deportiert. In der Zitadelle befindet sich das Museum des Pavillons X der Warschauer Zitadelle und das Katyn-Museum, welches an das Massaker an polnischen Offizieren im Jahr 1940 in der Ortschaft Katyn erinnert.

Ein Ort des ewigen Friedens für die Soldaten, die bei der Verteidigung Polens gefallen sind, für bekannte Künstler, Wissenschaftler und soziale Aktivisten. Neben den symbolischen Gräbern der Veteranen des Januaraufstands befinden sich hier auch die Gräber der Verteidiger Warschaus im Jahr 1939, der Soldaten der Aufklärungsbataillone der Heimatarmee, die im Warschauer Aufstand kämpften, sowie der Opfer der kommunistischen Verbrechen in den Jahren 1945-1956 und des Absturzes des Regierungsflugzeugs bei Smoleńsk im Jahr 2010, bei dem unter anderem Präsident Lech Kaczyński und seine Frau Maria ums Leben kamen.
Auf der „Allee der Verdienten“ stößt man auf die Gräber kommunistischer Aktivisten – Bolesław Bierut oder Władysław Gomułka – wie auch berühmter Oppositioneller – General Ryszard Kukliński, Jacek Kuroń oder Karol Modzelewski – sowie auf prominente Vertreter der polnischen Kultur, Kunst, Wissenschaft oder des Sports.
Im Viertel der Aufständischen steht das Denkmal Gloria Victis, vor dem jedes Jahr am Jahrestag des Ausbruchs des Aufstandes offizielle Feierlichkeiten stattfinden.

Es befindet sich auf einem Grabhügel, in dem die Asche von etwa 50.000 Warschauern ruht, die während des Warschauer Aufstands im August und September 1944 ermordet wurden. Die halb liegende Figur eines verwundeten Kriegers mit einem Schild in der Hand bedeckt mit seinem eigenen Körper eine Lücke in der zerrissenen Barrikade. Dies symbolisiert den aufopferungsvollen Verteidigungskampf der Warschauer Bevölkerung. Das Pflaster, mit dem der Grabhügel bedeckt ist, stammt aus den Straßen von Wola, in die das Blut der ermordeten Einwohner der Hauptstadt geflossen ist.

Aufgrund seiner Lage und Höhe (das zweithöchste Gebäude im Warschau der Vorkriegszeit) war es während des Warschauer Aufstandes von strategischer Bedeutung. In den ersten drei Wochen war es in den Händen der Deutschen, die von hier aus das nördliche Stadtzentrum leicht beobachten und beschießen konnten. Am 20. August 1944 wurde es nach heftigen Kämpfen von den Aufständischen erobert und blieb bis zum Ende des Aufstandes unter deren Kontrolle. Zur Erinnerung an diese Ereignisse befindet sich auf dem Dach ein 6 Meter hohes Logo de Kämpfenden Polens.

Der mehr als 30 Meter hohe Turm wurde zwischen 1946 und 1950 aus den mit Lehm und Sand bedeckten Trümmern Warschaus errichtet. Seit 1994 befindet sich darauf das 15 Meter hohe Zeichen des „Kämpfenden Polens“, das von einem der Aufständischen entworfen wurde. Jedes Jahr am Abend des 1. August, dem Jahrestag des Ausbruchs des Aufstands, findet auf dem Hügel eine Zeremonie mit einem Feuer statt, das von der „Stafette der Generationen“ vom Grabmal des Unbekannten Soldaten aus hierher gebracht wird.

Das Museum befindet sich auf dem Gelände des Forts „IX Czerniaków“ aus dem 19. Jh. – dem Ort der heldenhaften Verteidigung durch polnische Soldaten im September 1939 und der Kämpfe während des Warschauer Aufstands. Außerhalb der Anlage können Sie echte Kampfflugzeuge, Hubschrauber, Artilleriegeschütze, zahlreiche Panzer und gepanzerte Mannschaftstransporter aus dem Zweiten Weltkrieg und darüber hinaus sowie ein selbstfahrendes M-107-Geschütz der US-Armee aus dem Vietnamkrieg besichtigen.
In den Räumen der Anlage erwarten Sie wahre Schmuckstücke. Zu sehen sind u. a. ein Ford FT-B-Panzer, der im polnisch-bolschewistischen Krieg 1919-1921 eingesetzt wurde, eine polnische TK3-Tankette aus den 1930er Jahren und die weltweit einzige Nachbildung des berühmten Vorkriegspanzers 7TP.