Das Museum der Geschichte Polens

Das Museum der Geschichte Polens befindet sich auf dem Gelände der Warschauer Zitadelle, einer Festung aus dem 19. Jahrhundert, die auf Anordnung von Zar Nikolaus I. mit dem Ziel errichtet wurde, die Stadt zu überwachen.
Derzeit sind hier Sonderausstellungen zu sehen, die sich mit faszinierenden Abschnitten der polnischen Geschichte befassen. Die Themen der folgenden Ausstellungen umfassen die bewaffneten Aufstände der Polen, die ersten polnischen Herrscher und die 1990er Jahre. Und was kommt als Nächstes? Lassen Sie sich überraschen…
Einen Besuch im Jahr 2026 sollten Sie schon jetzt planen, denn dann soll die Dauerausstellung mit mehr als 3.000 verschiedenen Exponaten eröffnen. Auf dieser außergewöhnlichen Reise durch 10 Jahrhunderte Geschichte wird Sie eine Schwarz-Eiche begleiten, ein historischer Zeuge, der seit den Anfängen des polnischen Staates mehr als 1.000 Jahre in einem der vielen pommerschen Teiche überlebte. Beim Gang durch die verschiedenen Galerien der Ausstellung können Sie unter anderem das Phänomen der multinationalen und multireligiösen Königlichen Republik Polen-Litauen näher erkunden. Die Villa Regia, ein prächtiges Fragment der königlichen Residenz von Władysław IV Vasa, stammt aus dieser Zeit. Rekonstruiert wurde es aus Teilen des Palastes, der von den Schweden während der so genannten „Sintflut“ geplündert und dann in der Weichsel versenkt wurde. Hautnah miterleben können Sie auch, wie das tägliche Leben in vergangenen Zeiten aussah und wie die Polen viele Jahre lang für die Freiheit und Unabhängigkeit ihres Landes gekämpft haben. Zu den Exponaten aus der Zeit der Abhängigkeit von der Sowjetunion gehören ein gepanzerter SKOT-Transporter – derselbe, der in den ersten Wochen des nach Ausrufung des Kriegsrechts auf den polnischen Straßen stand und auf Chris Niedenthals berühmtem Foto „Apocalypse Now“ zu sehen ist. Dazu gehören weiter Fragmente des Denkmals für den Schöpfer des bolschewistischen Terrorapparats, Feliks Dzierżyński, das einst auf dem heutigen Plac Bankowy seinen Platz hatte.
Bemerkenswert ist auch die Fassade des monumentalen Bauwerks selbst. Die Marmorschichten in verschiedenen Mustern sollen dazu animieren, Geschichte als eine Aufeinanderfolge von Epochen zu begreifen. Auch im Inneren dominieren Steinelemente. Das Gebäude wurde im Rahmen des internationalen Wettbewerbs Prix Versailles als eines der schönsten Museen der Welt ausgezeichnet.
Das Museum der Geschichte Polens ist aber nicht nur ein Ort für Ausstellungen. So tritt beispielsweise das Orchester Sinfonia Iuventus, dessen Mitglieder sich aus den begabtesten Absolventen polnischer Musikhochschulen zusammensetzen, regelmäßig im Konzertsaal auf. Im Kino- und Theatersaal finden Aufführungen und Filmvorführungen statt. Hoch hinaus können alle Gäste während der Öffnungszeiten, denn dann bietet die Dachterrasse des Museums einen atemberaubenden Blick auf das wunderschöne Panorama Warschaus.

Widok z lotu ptaka na teren Cytadeli Warszawskiej, na pierwszym planie budynek Muzeum Historii Polski, dookoła rosną drzewa, w tle budynki mieszkalne i biurowce.
Cytadela Warszawska, Muzeum Historii Polski, fot. Cezary Warś, m.st. Warszawa